Folge 4: Warum Selbstführung mit unseren Gefühlen beginnt
Shownotes
Emotionen im Griff? Warum Selbstführung mit Gefühlen beginnt.
Wut, Frust, Enttäuschung – Emotionen gehören zum Führungsalltag. Doch oft reagieren wir auf das, was wir glauben zu fühlen, anstatt auf das, was tatsächlich in uns vorgeht. Genau das führt häufig zu Stress, Konflikten und unüberlegten Entscheidungen.
In dieser Folge des Healthy Leadership Podcasts sprechen Jasmin Pour und Dr. Miriam Fritsch-Kümpel darüber, warum emotionale Selbstführung eine der wichtigsten Kompetenzen moderner Führungskräfte ist.
Anhand eines echten Coaching-Falls zeigen sie, wie sich hinter Wut häufig ganz andere Gefühle verbergen – etwa Enttäuschung oder Trauer – und warum das Erkennen dieser Emotionen der erste Schritt zu mehr Gelassenheit und besseren Entscheidungen ist.
Du erfährst unter anderem:
• warum wir unsere eigenen Emotionen häufig falsch interpretieren
• weshalb Emotionen wie Enttäuschung und Trauer oft hinter Ärger und Wut verborgen liegen
• was emotionale Granularität ist – und warum sie nachweislich Leistung, Gesundheit und Selbstführung stärkt
• worin der Unterschied zwischen Selbstführung und Selbstoptimierung liegt
• wie du lernst, deine Emotionen präziser wahrzunehmen und besser zu regulieren
Dein Take-away:
Wer seine Emotionen benennen kann, kann sie auch besser steuern.
Emotionale Selbstführung beginnt nicht damit, Gefühle zu unterdrücken – sondern sie bewusst wahrzunehmen und zu verstehen. Je genauer du erkennst, was in dir vorgeht, desto souveräner handelst du unter Druck, triffst bessere Entscheidungen und bleibst auch in herausfordernden Situationen handlungsfähig.
Deine Perspektive zählt:
Welche Situationen bringen dich emotional im Führungsalltag besonders heraus? Welche Fragen rund um Healthy Leadership beschäftigen dich?
Schick uns deine Hörerfragen an kontakt@dr-fritsch-kuempel.de – wir greifen sie im Podcast auf und geben dir fundierte, praxisnahe Antworten.
Transkript anzeigen
00:00:04:
00:00:13: In dieser Folge geht's um den Umgang mit Emotionen und warum das so wichtig ist, die eigenen Emotion besser zu verstehen.
00:00:20: Das ist einer der Kernpunkte auch in deinem Buch.
00:00:22: Keep it cool!
00:00:23: Emotionsverstehen, Stressmuster durchbrechen gelassen handeln.
00:00:28: Miriam wie sind deine Beobachtungen?
00:00:30: Wie gehen denn Führungskräfte mit Emotionen um?
00:00:33: Das ist ganz spannend.
00:00:34: Danke für die Frage, Jasmin.
00:00:36: Führungskräfte gehen sehr unterschiedlich mit Emotionen um und ich beschreibe jetzt gern mal Führungskräfte, die mit Emotionen weniger gut umgehen.
00:00:49: D.h.,
00:00:49: stressverschärfend mit ihren Emotion umgehen?
00:00:52: Das sind nämlich zumeist die Führungen, die keinen guten Zugang zu ihren eigenen Emotions haben, die gar nicht wissen was sie fühlen!
00:00:59: Und wenn ich nicht genau weiß, wende ich oft die falsche Strategie an.
00:01:04: Hast du mal ein Beispiel?
00:01:05: Da ist jemand vielleicht sauer, weil eine Aufgabe nicht gut erledigt wurde ... Aber eigentlich irgendwo verletzt, der gegenüber ihnen enttäuscht hat oder ...
00:01:13: Ist gar nicht so ein schlechtes Beispiel!
00:01:16: Ich nehm mal einen Beispiel aus meiner Coaching-Praxis.
00:01:19: Gar nicht so lange her.
00:01:20: Eine Führungskraft, nennen wir ihn einfach mal Michael, hat eine große Enttäuschung erlebt und zwar hat er fest mit einer Beförderung gerechnet auf eine Abteilungszeiterposition.
00:01:35: Und diese Position hat er nicht erhalten, jemand Externes ist auf diese Position gekommen und er hat fest damit gerechnet weil sein Chef ihm das mündlich zugesagt hatte also einfach massiv getroffen.
00:01:49: Als ich ihn kennenlernte war Michael voller Wut.
00:01:53: Also das was ich wahrgenommen habe im Kern Wut-Ärger gemerkt an den Dingen, die er gesagt hat.
00:02:03: Wie er sie gesagt hat, Körpersprache, Stimme ... Alles war voller Wut!
00:02:08: Und der musste aber weiter auf seiner bisherigen Position, die er innehatte aus der nicht aufgestiegen ist mit seinem Team weiterarbeiten.
00:02:14: Genau!
00:02:15: Und das haben die einfach gespürt wahrscheinlich?
00:02:16: Absolut, genau.
00:02:17: und deswegen hat sein Stress und seinen Ärger durchaus an verschiedenen Stellen gezeigt.
00:02:21: Hat sich da sehr vielleicht auch unprofessionelle an manchen Stellen verhalten... Der Kern meiner Arbeit war einfach genauer dahin zu schauen was fühlt Michael eigentlich?
00:02:31: und das Interessante war und deswegen Wenn ich das auch so wichtig darüber zu sprechen, ist dass erst in der Arbeit mit ihm im Dialog deutlich wurde.
00:02:40: Du hast es gerade gesagt vor allem Enttäuschung die zentrale Emotion war.
00:02:44: und das Interessante ist, ich weiß nicht Yasmin ob du das weißt, Enttäuschung gehört in die Trauer hinein also eine Emotion.
00:02:51: trauer umfasst die Enttäuschung.
00:02:55: Du hast einen Verlust erlebt, du hattest vielleicht gedacht, du hast eine ganz besonders gute Beziehung zu deinem Vorgesetzten und erfährst jetzt, so vertrauensvoll ist das gar nicht wie ich dachte.
00:03:05: Und das ist ein Kernproblem dass wir oft an unseren Emotionen vorbei agieren weil wir gar nicht genau wissen was wir fühlen.
00:03:14: Zentrale ist.
00:03:14: ja, als Michael verstanden hat.
00:03:16: Dass er eigentlich trauert!
00:03:18: Ist ganz viel Anspannung von ihm abgefallen.
00:03:20: natürlich hat sich darüber das Problem nicht gelöst aber dieses Grundverständnis für ihn Hat tatsächlich auch für ihn so ein Schlüssel dargestellt So ein Stück weit mehr in so eine Art selbst mitgefühl zu kommen und wirklich zu sagen Ja ich bin traurig also auch anders mit dieser Emotion umzugehen als nur wie die Wut Energiebereitsteller dazu führt, dass wir oft unsere Emotionen ausagieren.
00:03:44: Ist es bei der Trauer eher so?
00:03:46: Dass wir uns eher zurückziehen und das ist eine ganz andere Verarbeitungsform als jetzt... beim Ärger oder bei der Wut.
00:03:53: Das ist eben ganz interessant, erst wenn wir verstehen was in uns vorgeht können wir auch dann angemessen unsere Emotionen regulieren.
00:04:02: das heißt er musste dann erstmal Trauerarbeit machen oder
00:04:05: so kann man sich das vorstellen.
00:04:06: genau dass würde man jetzt im Coaching im Führungskrifftekoaching so nicht benennen.
00:04:10: aber tatsächlich haben wir über die Frage auch gesprochen.
00:04:14: das Misserfolgs erleben was er aktuell wahrnimmt das auch ein Stück weit nochmal verglichen mit den misserfolgserlebnissen in der Jugend oder im frühen Erwachsenenalter hatte.
00:04:25: Das war ihm sehr bekannt, das ganze Enträuschungsthema ... von anderen nicht als kompetent eingeschätzt zu werden.
00:04:33: Das war wirklich ein Triggerpunkt und ich konnte auch gut nachvollziehen, dass er an die Wut kommt.
00:04:39: Aber es ist wichtig, die Trauer- und Enttäuschung im Blick zu behalten.
00:04:43: Jetzt sagen aber viele ... Es gehört dazu, gerade wenn du aufsteigst, dann hast du halt auch mal Niederlagen!
00:04:50: Dann klappt nicht immer alles so, dann hasst du Stress.
00:04:52: Das heißt Stress?
00:04:54: Oder halt auch mal negative Emotionen, vielleicht auch positive Gehörn zum Job dazu.
00:04:58: Was sagst du denn denen?
00:05:00: Also erst mal stimmt das.
00:05:01: Emotion gehören zum Job und im besten Fall sind es positive.
00:05:05: Und gleichzeitig wissen wir ja dass Menschen die Misserfolge haben und ein Learning draus ziehen.
00:05:12: also die Frage was ist denn da schief gelaufen?
00:05:14: und wo war vielleicht auch mein Beitrag Dass es schiefgelaufen ist dass die natürlich dann oft eine viel höhere auch ein viel höheres Selbstvertrauen entwickeln zu sagen.
00:05:25: Ich bin durch die Schwierigkeit durchgegangen, durch die Herausforderung und ich habe das gemeistert.
00:05:30: Also ich will damit betonen wie wichtig es ist nicht nur gute Gefühle zu haben sondern auch durch Enttäuschungen und Ärger und Wut durchzugehen und daraus zu lernen.
00:05:37: Das halte ich für extrem wichtig auch für unsere Weiterentwicklung.
00:05:40: Wenn wir immer in der Komfortzone sind, entwickeln wir uns ja nicht weiter.
00:05:45: Das Zentrale ist ja die Dosis.
00:05:47: Also, wenn du nur im Stress bist.
00:05:49: Im hohen Stress voller Ärger und Wut dann macht dich Stress-Ärger und wut halt krank.
00:05:56: also auf verschiedenen Ebenen körperlich Stresssymptome Nachts nicht gut schlafen, abends nicht abschalten können.
00:06:04: Rückenschmerzen, Kopfschmerzen andererseits.
00:06:06: Gedankenkarusselle, vielleicht kennst du das auch?
00:06:09: Das Gedanken dann, wenn man richtig starke Emotionen hat sich in Gedankenkarusellen verfangen, dass man an Gedanken festklebt und sich in seiner Wut immer mehr im Kreis dreht.
00:06:19: Unser Verhalten verändert sich, ist ja ganz typisch.
00:06:22: Wenn wir starke Emozion haben, wenn wir Stress wahrnehmen, sind wir meistens nicht die beste Version von uns selbst.
00:06:28: Wir sind hektisch hastig aber ... gerade besonders freundlich zu unseren Mitmenschen.
00:06:31: Also durchaus finde ich es immer wieder wichtig festzuhalten, ja Stress gehört zum Job und Emotionen gehören zum Job.
00:06:39: die Frage ist in welcher Dosis herrschen Stress und negative Emotion vor?
00:06:44: Und was kann ich dafür tun?
00:06:46: das auch durchaus positive Emotions im Alltag?
00:06:52: Klingt auch so, bleibt nicht in diesem gelernten Ding drin.
00:06:56: Wenn du was Negatives gelernt hast, negative Umsetzung für dich wie er jetzt zum Beispiel wut, dass du irgendwann in dieser Spirale hängen bleibst, sondern die muss man irgendwie regulieren.
00:07:07: Also plädierst du für Emotionsregulation?
00:07:12: Das heißt das ich muss mich immer weiter selbst optimieren bis ich mich perfekt im Griff habe.
00:07:17: Interessant!
00:07:18: Gerade wenn wir von Selbstregulation sprechen oder von Selbstführung, dann mutet das ja so ein bisschen an wie Selbstoptimierung.
00:07:25: Also wenn man genau auf den Begriff schaut, ist der Unterschied dass selber Selbstoptmierung und selber sehen so ein bißchen wie ein Projekt.
00:07:32: Also, ich will die Schönste sein.
00:07:34: Die, keine Ahnung, Erfolgreichste?
00:07:36: Ich möchte ... weiß nicht, die beste Führungskraft sein und außerdem meine analytische Kompetenz muss unschlagbar sein.
00:07:45: Aber
00:07:45: machen wir das nie sowieso irgendwie ... eigentlich irgendwie andauert?
00:07:48: Sind wir nicht einfach immer am uns selber optimieren?
00:07:51: Eigentlich doch schon oder?
00:07:53: Ja ein!
00:07:54: Die Frage ist, wo is dein Startpunkt?
00:07:56: also bei der Selbstoptimierung auf das Ziel.
00:08:01: Ich wäre gerne die schönste, die erfolgreichste und so
00:08:04: weiter.".
00:08:05: Bei der Selbstführung, also bei der emotionalen Selbstführungen geht es eher darum in sich reinzuschauen.
00:08:10: Und dann geht's eher darum zu erkennen wer bin ich denn?
00:08:13: Welche Stärken bringe ich damit?
00:08:15: Welcher Entwicklungsfelder bringe mit?
00:08:17: Welchen Bedürfnisse habe ich?
00:08:19: Was ist eigentlich mein Wertesystem?
00:08:21: Was is mir
00:08:22: wichtig?!
00:08:22: Was muss da sein, damit ich glücklich und zufrieden sein kann?
00:08:26: Das heißt ein Referenzpunkt bist du selbst!
00:08:29: und schaust in dich hinein, was dich ausmacht.
00:08:32: Und für dich, wo es für dich Entwicklung braucht?
00:08:36: Das ist der Unterschied.
00:08:39: Wenn wir da mal draufschauen, dann ist das ein grundlegend anderes Gefühl.
00:08:42: Bei dem einen sind wir mit uns selbst verbunden bei der Selbstführung.
00:08:46: Und beim anderen sind wie ein Projekt und versuchen hinter irgendwas herzurennen, was wir vielleicht gar nicht sind.
00:08:52: Das ist natürlich auch das, was Menschen krank
00:08:55: machen kann.
00:08:55: Also zu sehr im Außen zu sein.
00:08:57: Total!
00:08:59: Das heißt, es ist einfach sehr wichtig seine eigenen Emotionen gut zu verstehen.
00:09:04: Wie gehe ich denn da jetzt weiter vor?
00:09:05: Also hast du da wie ein Take-away oder...
00:09:07: Genau!
00:09:08: Es ist ja eine gute Frage wenn wir mal festhalten das ist mir schon wichtig.
00:09:12: wir halten jetzt mal fest dass es wichtig ist die eigenen Emotion besser zu verstehen und das heißt da sind wir schon wieder bei der Innenwendung.
00:09:20: Ich muss mich irgendwie mit meinen eigenen Emotsionen auch besser auseinander.
00:09:25: Was fühle ich denn eigentlich gerade?
00:09:27: Du glaubst gar nicht, wie oft ich in meinen Seminaren diese Frage stelle und die Menschen überhaupt keine Antwort darauf finden.
00:09:32: Also nur, ich stell' die Frage... Und was ich dann oft genannt bekomme ist das mir dann einen Teilnehmer eine Situation beschreibt.
00:09:40: Also ich frage, was haben sie denn in dem Meeting XY empfunden?
00:09:44: Dann sagt mein Teilnehmer ja da hat der Kollege XY es mir einfach ins Wort gefallen!
00:09:51: Na okay, was war denn...?
00:09:53: Was war denn ihr Gefühl?
00:09:55: Ja, der ... was fällt dem eigentlich ein.
00:09:57: Ich versteh das nicht!
00:09:58: Warum macht er das?
00:09:58: Das ist für mich ein Unverständnis und sogar das Unverständnis ist ja kognitiv und nicht emotional.
00:10:03: also wir müssen immer so n bisschen graben und dann auf einmal kommt der Teilnehmer auf den Punkt und sagt ja stimmt eigentlich bin ich total wütend gewesen auf diese Person oder ich bin frustriert.
00:10:17: Frustriert gehört zum Beispiel auch zu der Gruppe des Ärgers.
00:10:21: Und Resignation hingegen gehört zu der Trauer.
00:10:24: Also ganz
00:10:24: schlimm, Resignion ist doch ganz schlimm oder sehr so?
00:10:26: ich gebe auf?
00:10:27: Ja
00:10:28: absolut.
00:10:29: und da auch zum Beispiel was auch ganz interessant ist wir diskutieren ja auch oft über die Frage Resignations versus Akzeptanz.
00:10:36: Genau wie du gerade sagst, Resiagnation ist ganz schlimm.
00:10:38: bei Resignation hast du aufgegeben bist in der Opferrolle.
00:10:40: Ich kann eh nichts machen.
00:10:42: Bei der Akzeptance bejaßt Du Dich selber.
00:10:45: also das heißt nicht ich kann nichts tun.
00:10:46: es ist mir bewusst und weil ich nichts tun kann lasse ich die Themen jetzt los, aber es ist so eine bewusste Entscheidung für dich selbst.
00:10:54: Also Emotionen zu verstehen, Emotion zu benennen ist extrem wichtig.
00:10:59: und was total spannend ist dazu gibt's ganz viele sehr gute Studien.
00:11:04: da gibts ne Professorin aus Amerika die Lisa Barrett.
00:11:07: die isst so diese Pionieren in dem Thema.
00:11:11: und was sie beschreibt finde ich auch noch mal so wertvoll.
00:11:14: Ist das Menschen, die ihre Emotionen verstehen und benennen können?
00:11:18: Dass sie eine erhöhte emotionale Granularität haben.
00:11:22: So beschreibt sich diese Eigenschaft.
00:11:24: Das heißt Durchlässigkeit?
00:11:26: Nein, Granularitätsfreienkönig sein!
00:11:29: Also ich kann quasi meine Gefühle sehr genau beschreiben.
00:11:31: Ich weiß genau was der Unterschied ist für mich zwischen Frustration, Resignation, Ärger... Das sind ja alles Begrifflichkeiten, dass ich meine Emotion in meine Worte gut verpacken kann.
00:11:43: Und wenn ich das gut kann, dann ist es ein Leistungsmotor.
00:11:47: Ein Leistungsbooster!
00:11:49: Menschen die das gut können performen besser.
00:11:52: Das gibt's groß angelegte Studien.
00:11:55: zum Beispiel hat man in Amerika Schulklassen trainiert in emotionaler Granularität.
00:11:59: da wurde einen Schulfach eingeführt.
00:12:02: Es heißt emotionale Granularität.
00:12:04: Die Schüler befassen sich mit der Frage Wir heißen meine Emotion, der Austausch über Emotionen.
00:12:11: Und dieses Schulfach führt dann dazu dass die Leistungen bei allen Schülern also das einfach ein signifikanter Leistungsunterschied positiv.
00:12:20: das Ergebnis ist ja.
00:12:21: das heißt Es setzt wirklich Energien frei, wenn wir uns mit unseren Emotionen auseinandersetzen.
00:12:27: So und jetzt komme ich zu deiner...
00:12:30: Ja weil muss ich da mich jeden Tag hinterfragen?
00:12:32: Es gibt ja Leute die machen dieses Journaling, setzen sich morgens hin und überlegen sich womit will ich heute besser umgehen?
00:12:39: was will ich Heute erreichen und wie schaffe Ich das?
00:12:42: um dann möglichst gelassend ranzukommen Muss ich das jeden Tag machen, jede Woche oder in der Situation selber?
00:12:48: Einfach mal kurz einen Schritt zurückgehen.
00:12:50: Wie mache ich das?
00:12:51: Ich finde es grundlegend schon toll, wenn du anfängst dich mit deinem Partner und deinen Kindern mit der besten Freundin über Emotionen zu unterhalten.
00:12:58: Was fühlst du?
00:12:58: Wie gut
00:12:59: dass wir das hier machen!
00:13:01: Genau so was.
00:13:02: Also dieses Emotionen benennen, dass Emotion einfach wichtig sind um wir sie zum Thema machen.
00:13:06: also damit fängt's schon an ja Dass Du Filme guckst Und Dich fragst was fühlen die denn da in dem Film.
00:13:14: Oder war das für mich
00:13:15: vielleicht auch?
00:13:17: Was würde ich sogar fühlen, wenn ich in dieser Situation wäre?
00:13:20: Dich wirklich damit auseinandersetzen ... Begrifflichkeiten sogar selbst erfinden nicht!
00:13:25: Ich find's ganz spannend.
00:13:26: Lisa Barrett beschreibt in ihrem Buch dass sie das Gefühl der Chipslosigkeit ist für sie ein Gefühl was sie genau weiß.
00:13:32: Das hasst Sie, wenn sie abends auf der Couch sitzt und sie glaubt da ist noch etwas in den Chips-Tüten
00:13:36: drin.
00:13:37: Und dann greifst du rein und dann isst die Tütte schon leer und du denkst ich bin chipslos.
00:13:42: Genau Und das ist genau das, dass sie uns empfiehlt.
00:13:46: Das empfehle ich meinen Teilnehmern eben auch.
00:13:49: Von mir aus erfindet ihr neue Worte für eure Emotionen.
00:13:51: aber benennt Sie!
00:13:53: Spürt rein was genau fühl' ich da?
00:13:55: Weil das eben dieser Leistungsbooster is und darin besser zu werden.
00:14:01: Dem sollten wir einfach mehr Aufmerksamkeit schenken.
00:14:04: Ich möchte niemals Miri los sein.
00:14:06: Genau, das ist ja auch ein
00:14:08: schreckliches
00:14:09: Gefühl.
00:14:10: Also dein Take-away.
00:14:11: Mhm
00:14:12: also Es gibt da ein ganz schönes Tool, was ich euch empfehlen möchte.
00:14:16: Und zwar findet ihr das im Netz.
00:14:17: Das ist der Atlas of Emotions entwickelt von Paul Eggman dem Emotionforscher und dem Dada Lama.
00:14:23: Und das ist eben auch ein ganz nettes Tool wie ich mich und meine Kompetenz schärfen kann Worte zu finden also meine Wortgenauigkeit zu schärfe für meine eigenen Emotionen.
00:14:35: Wenn ich das gut kann dann ist es so ein ganz wichtiger Baustein in eine verbesserte emotionale Selbstführung zu kommen.
00:14:44: Emotionale Selbstführung ist quasi eine Schlüsselkompetenz im heutigen Business, weil wenn ich meine eigenen Emotionen nicht im Griff habe dann ist es oft das Problem dass wir unprofessionell wirken vielleicht keine guten Entscheidungen treffen und auch abends weniger gut abschalten können, weil wir so unter Strom stehen.
00:15:03: Das heißt, das wäre mehr ne ganz wichtige Empfehlung macht eure Emotion zum Thema.
00:15:08: Und das geht nicht nur als Führungskraft.
00:15:10: Das können wir alle auch einfach testen mit Freunden, mit Familie, mit dem Partner und den Kindern, dass man vielleicht sagt ... Leute, ich bin grade überfordert zum Beispiel damit es hier nicht ins Bett geht.
00:15:22: Und das entsprechend benennen und so üben.
00:15:26: Genau!
00:15:26: Und gerade mit den Kindern?
00:15:27: Ich find super, dass du das noch mal sagst.
00:15:29: Damit schärfst du die emotionale Granularität deiner Kids.
00:15:32: Total gut, dass sie das in Amerika als Fach haben.
00:15:36: Zumindest
00:15:36: in diesem Projekt oder so.
00:15:37: Richtig
00:15:38: gut.
00:15:38: Danke schön, Miri!
00:15:42: Wer führen will muss hören.
00:15:45: Der Healthy Leadership Podcast mit Jasmin Fuhr und Dr.
00:15:49: Miriam Fritschküppel.
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